Die Schönheit des Unschönen
Die Schönheit des Unschönen. Wandel erzählen.
Das Ruhrgebiet steht wie kaum eine andere Region für den Wandel industrieller Kulturlandschaften. Zwischen Stahl, Beton und Grün entsteht eine neue Ästhetik: Die Schönheit des Unschönen.
Sie zeigt sich in Spuren vergangener Arbeit, in Zwischenräumen und in der Fähigkeit dieser Region, sich immer wieder neu zu erfinden.
Mit audiovisuellen Erzählungen fange ich diesen Prozess ein. Mein Blick richtet sich auf Orte, an denen Transformation sichtbar wird: Ehemalige Zechenareale, renaturierte Flussläufe oder aus Industrieflächen gewachsene Lebensräume.
Ein prägnantes Beispiel ist der Emscher-Umbau, der von der Landschaftsarchitektin Prof. Dr. Christa Reicher und ihrem Team begleitet wurde. Aus einer Abwassertrasse entwickelte sich eine lebendige Flusslandschaft. Ein Sinnbild für die Verbindung von Ingenieurskunst, Natur und Gestaltungskraft. Ich durfte Prof. Dr. Reicher in einem Seminar des renommierten Luftbildarchäologen Dr. Baoquan Song von der Ruhr-Universität Bochum erleben. Sie inspirierte mich zu dem Titel: Die Schönheit des Unschönen.
In dieser Dynamik liegt das erzählerische Potenzial des Ruhrgebiets: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stehen nicht nebeneinander, sondern bilden ein vielschichtiges Narrativ. Audiovisuelle Storytelling-Projekte machen diesen Wandel sichtbar und erfahrbar – mit Bildern und Tönen, die die Identität einer Region im Übergang erforschen.




